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Mittwoch, 16. April 2008

Dolly ist wieder da oder der Sturm im Wasserglas


Von 1995 bis 1997 gab es eine Zeit, in der Macs nicht nur exklusiv von Apple zu bekommen waren, sondern der Hersteller auch offiziell Lizenzen vergab. Cupertino erhoffte sich damit höherer Marktanteile und mehr Einnahmen durch Softwarelizenzen. 

Das war die Zeit der Clones.
Mit der Rückkehr von Steve Jobs an die Spitze von Apple Computer wurde dieser Weg relativ schnell beendet, da wohl hauptsächlich Apples eigenes Hardwaregeschäft geschwächt wurde.

Dann gab es den berühmten Switch zu Intel und diverse Bastler machten sich dran, OSX auf "normalen" PCs zum Laufen zu bringen. 
Das war aber alles mehr oder weniger illegal, da Apples Lizenzbestimmungen etwas dagegen haben und mit jedem OSX-Patch ging das Katz- und Mausspiel wieder von vorne los. Und Apples Rechtsabteilung machte Überstunden um entsprechende Seiten wieder vom Netz zu nehmen.
Bis auf einige Nischenprodukte wie diesen Tablet-Mac, ein umgebautes Macbook, gab es zu Apple also keine Alternativen.

Um so überraschender kam jetzt Anfang die Ankündigung einer kleinen Firma aus Miami, Florida, einen PC mit OSX anzubieten, den "Open Mac".
Psystar schaffte es damit zumindest bis auf die Titelseiten praktisch aller Nachrichtendienste, egal ob sie etwas mit Computern zu tun haben oder nicht.  In diesen Zeiten ist Apple wohl so etwas wie ein Popstar unter den Firmen dieser Welt. 
Und natürlich überschlugen sich die Foren und Blogs. Und ja, Psystars Webseite brach blitzartig unter dem Ansturm zusammen.

Was war also geschehen?
Eigentlich nicht viel: Ein PC aus Standardteilen wurde für 399.-$ angeboten, die Ausstattung zum beworbenen Preis ist eher mager und das OS muss auch noch extra bezahlt werden. 
Der Werbespruch dazu lautet: "Reinventing the Wheel: Open Computing".
Da beginnt in meinen Augen auch schon das Rückzugsgefecht: Als die Webseite nach dem ersten Ansturm wieder zu erreichen war, war aus dem "Open Mac" ein "Open Computer" geworden. Und es gibt einen großen Bruder für sensationelle 999.-$

Und wenn man die FAQs dazu liest, dann bleibt von der Neuerfindung des Rades eigentlich auch nicht allzu viel übrig: Dafür, das OSX-Updates funktionieren kann keine Garantie übernommen werden und um eine CD auszuwerfen möge man doch bitte das Terminal bemühen, da der, zumindest von mir sehr geschätzte, Auswurfknopf auf normalen Keyboards ja nicht vorhanden ist.

Aber lange wird es wohl nicht dauern, bis Apples Anwälte Miami besuchen.

Eigentlich ist also nichts passiert. 
Jemand hat das OSX86Projekt genommen und an das Licht der großen breiten Öffentlichkeit gezerrt. Ob deren Macher darüber so furchtbar glücklich sind, darf bezweifelt werden.
Echte Bastler bekommen einen PC, auf dem OSX irgendwie läuft auch günstiger hin und der Standarduser der einfach nur mit der Kiste arbeiten will ist mit einem Mac Mini wohl besser bedient.
Allerdings zeigt die große Aufregung auch, wie sehr sich viele Appleuser einen erweiterbaren Rechner unterhalb des MacPros wünschen. Und sei es nur, damit die ganzen externen Laufwerke vom Schreibtisch verschwinden.

Montag, 14. April 2008

Endlich: Pangea-Titel bei ASH zum Download

Pangea Software ist seit Langem für qualitativ hochwertige Mac-Games bekannt. Zum Beispiel wurde "Nanosaur" zusammen mit den farbigen Knuddel-iMacs Ende der 90er Jahre ausgeliefert. Deutscher Vertriebspartner von Pangea ist Application Systems Heidelberg, gut bekannt unter dem Kürzel ASH. Dort findet sich seit Neuestem eine ganze Reihe Pangea-Games zum Doanload – zu ziemlich attraktiven Preisen. So kostet "Enigmo 2" nur 12, 50 Euro, "Nanosaur 2" 15,49 Euro und "Cro-Mag Rally" 12,50 Euro. Springt mal vorbei auf der ASH-Pangea-Seite!

Donnerstag, 3. April 2008

iPhone ab 99 Euro


Leute, es wird endlich interessant, das iPhone. So schreibt zum Beispiel die sueddeutsche.de:

Die Telekom senkt in einer mehrwöchigen Aktion drastisch die Preise für das Apple-Handy iPhone auf teilweise nur noch 99 Euro.

Das Angebot gelte vom 7. April bis zum 30. Juni. sueddeutsche.de beruft sich auf Informationen der Deutschen Telekom, die aber noch nichts dergleichen auf ihrer Website veröffentlicht hat.
Zugleich führt T-Mobile einen neuen, vierten iPhone-Tarif ein: Complete S für 29 Euro. Mit diesem Tarif kostet das iPhone im Rahmen der Aktion 249 Euro. Im Gegensatz zu den anderen Tarifvarianten, die bei 49 Euro monatlich anfangen, hat die Minimal-Version allerdings keine Flatrate für das Internet-Surfen. Das iPhone mit 16 Gigabyte Speicher kostet unverändert 499 Euro.

Springt rüber zu sueddeutsche.de und lest den ganzen Artikel!

Donnerstag, 20. März 2008

Quake Wars reitet nur auf Leoparden

Premiere! Gerade hat in den U.S. of A. die Auslieferung von "Quake Wars" begonnen, da wird bekannt, dass die minimale Systemvoraussetzung nicht nur ein Intel Core 2 Duo ist, der mit 2 GHz getaktet sein muss und über mindestens 1 GB Arbeitsspeicher verfügt (dazu lediglich knapp 6,5 GB Platz auf der Platte und einer Grafikkarte ab der GeForce-7300- bzw. Radeon-X1600-Klasse), sondern auch noch das neueste Apple-Betriebssystem Mac OS X 10.5.1, auch bekannt als "Leopard". Unterstützt Quake Wars Time Machine und Quick View? Man weiß es nicht.

Das Spiel kommt hierzulande bei ASH zum Schnäppchenpreis von 55 Euro raus (das entspricht nach heutigem Kurs 85,69 US-Dollar. Man vergleiche mal mit diesem Link.)

Starker Euro: Fable wird billiger, Sims 3 aber bestimmt nicht

Die Jungs von games4mac berichten, dass Feral der allgemeinen Marktentwicklung Rechnung trage und des starken Euros wegen das Ende des Monats erscheinende Spiel "Fable" im Preis von 50 auf 40 Euro gesenkt habe. Unverändert bleibe der Preis in den USA: 50 US-Dollar (das sind derzeit etwa 32 Euro). Auf der Website von Feral steht dazu allerdings noch nichts.

Falls sich das aber bewahrheitet, muss man natürlich dazu wissen, dass Feral ein europäisches Unternehmen ist – es sitzt in Großbritannien (wo man bekanntlich in Pfund Sterling, nicht in Euro, bezahlt. Die 32 Euro für Fable entsprächen rund 25 Pfund). Die meiste Unterhaltungssoftware kommt jedoch aus den U.S. of A., und den dortigen Eingeborenen sind Europäer in aller Regel herzlich egal. Wir sind für ihn mit unserer Kleinstaaterei ohnehin zu kompliziert:


Europa kann man sich, so meinen einige Damen und Herren US-Amerikaner, in drei Tagen angucken, hat dann alles gesehen. Diese Einwohner des Folterstaats tragen meistens bunte Hemden und kurze Hosen und würde bei uns größtenteils als Prekariat bezeichnet werden. Doch es gibt noch eine andere Kaste der US-Gesellschaft. Dort trägt man maßgeschneiderte Business suits und zählt von Beruf wegen Erbsen. Diese Kaste ist zwar sehr sehr klein, behandelt Europa aber als Cash cow: "Melken, melken, melken – bevor sie's merken und nicht mehr mitmachen!"

Zu dieser letzten Gruppe gehört –neben den freundlichen Preisgestaltern in Cupertino – auch das Management zu Electronic Arts, und zwar offensichtlich durchweg. Denn nach einem riskanten Versuch namens "Die Sims" kamen fünf oder so teure Add-ons zum Spiel, dann kam "Die Sims 2" mit fünf oder so teuren Add-ons, dann kam "Die Sims: Geschichten" mit zig teuren Folgen, und jetzt kommt demnächst "Die Sims 3". Und ratet mal, was in deren Schlepptau auftauchen wird? Richtig: fünf oder so teure Add-ons. Und glaubt mal bloß nicht, dass der hohe Wert des Euro gegenüber dem schwächelnden US-Dollar in irgendeiner Form Einfluss auf den Preis nehmen würde – das Spiel wird bestimmt das Gleiche kosten wie seinerzeit "Sims 2".

Ein bischen mehr Info zur neuen EA-Meisterleistung gibt es bei games4mac.

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